Welche Tipps ein Jugendbuchautor Nachwuchs-Schriftstellern gibt.

Zunächst hatte Florian Kastenmeier vom Kreisjugendring Unterallgäu an ein Hörspiel gedacht, doch nun steht fest: Ein Buch soll es werden. Gemeinsam mit Projektleiterin Milena Pawlik und den Jugendlichen soll ein „Frundsbergfestkrimi“ entstehen. Hilfreiche Tipps dafür bekamen die Jungschriftsteller jetzt von Autor Marco Sonnleitner aus Memmingen. Von ihm ließen sie sich im Jugendhaus „JiM“ Fragen zum Thema Bücher schreiben und zur Person des Autors beantworten. Über unbegrenzte Fantasie und reichlich Talent, sich in die Welt von Jugendlichen zu versetzen, verfügt Sonnleitner, der auch als Lehrer am Bernhard-Strigel-Gymnasium in Memmingen tätig ist. Unter anderem stammen aus seiner Feder einige Ausgaben der beliebten Jugendbuch-Serie „Die drei???“. Eine „Goldene Regel“ Dass sein Traum, Schriftsteller zu werden schon früh vorhanden war, und dass auch ein bisschen Glück zur Verwirklichung dazu gehöre, erfuhren seine Zuhörer. Außerdem hatte er für die künftigen Krimischreiber in Mindelheim äußerst wertvolle Inspirationen und eine „Goldene Regel“ im Gepäck: „Rein in die Szene, bevor sie angefangen hat, und raus, wenn es super spannend ist. Geheimnisvoll muss es in jedem Fall sein.“ Geld, Eifersucht, Rache, all das müsse eine Rolle spielen. Vielleicht auch ein vergrabener Schatz tief in den alten geschichtsträchtigen Gemäuern der Frundsbergstadt. Ein gut vorbereitetes Konzept und sorgfältige Erarbeitung der Charaktere sind ebenfalls ein Schwerpunkt für Marco Sonnleitner. Dass zu Kampf und Verfolgungsjagd auch „Ersatzganoven“ gehören, die zunächst auf eine falsche Fährte locken, verriet er. Damit - wie bei den Drei??? - jeweils 144 Seiten entstehen, sei neben aller Kreativität diszipliniertes Arbeiten gefragt. Auch ein Kunsthistoriker soll helfen Florian Kastenmeier kann sich bei dem geplanten Krimi sogar statt dem mittelalterlichen Georg von Frundsberg einen zeitgenössischen Steuerberater vorstellen. Doch noch ist alles offen, und zum Einfallsreichtum soll auch ein Kunsthistoriker zurate gezogen werden. Raffinesse und Flexibilität sind unerlässlich beim Erfinden der einzelnen Figuren und was deren Gewohnheiten und Vorlieben betrifft. Dass man nie fertig sei und immer noch dazulerne, macht für den Autor die Magie des Schreibens aus. Damit die tollen Tipps von Marco Sonnleitner nicht etwa unwiederbringlich verloren sind, hat Mittelschüler Mario Osmanovic aus Mindelheim profimäßig mit der Kamera die gesamten Dialoge zwischen den Jugendlichen und dem Autor aufgezeichnet. Jetzt darf man sehr gespannt sein auf den Krimi.

Von  Thessy Glonner

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